Automatische Videoanalyse –
Wie Methoden der
Bildverarbeitung die Suche in Bild- und Videoarchiven unterstützen können
Andrea
Miene
TZI,
Universität Bremen
GI-Regionalgruppenveranstaltung
Bremen/Oldenburg, 16.05.2000
Die
Bedeutung digitaler Videos für multimediale Anwendungen nimmt ständig zu.
Inzwischen existiert eine Vielzahl von Produkten zur Betrachtung digitaler
Videosequenzen unterschiedlicher Formate. Gleichzeitig entstehen immer mehr
Archive mit großen Mengen digitalen Videomaterials. Da es einen extrem hohen
Zeitaufwand für den Archivar bedeutet, das Videomaterial in geeigneter Weise zu
strukturieren und inhaltlich zu erschließen, bieten die meisten Archive nur
begrenzte Möglichkeiten zur systematischen Recherche, was ihren Nutzen
beeinträchtigt.
Mit
Hilfe von Methoden der digitalen Bildverarbeitung und der Videoanalyse kann der
Prozeß der Archivierung und inhaltlichen Erschließung digitaler Videos
unterstützt werden. So können z.B. Einstellungsgrenzen automatisch ermittelt
werden, der Bildinhalt des Videos kann durch eine Serie von Einzelbildern
repräsentiert werden, und Texteinblendungen können extrahiert werden.
Integriert in ein teilautomatisches Videoarchivierungssystem helfen diese
Methoden Zeit einzusparen und den Archivar von Routineaufgaben zu entlasten.
Der
Vortrag vermittelt einen Überblick über Methoden der Videoanalyse, welche zur
halbautomatischen Erschließung und Archivierung von Videosequenzen eingesetzt
werden können. Darüber hinaus werden mögliche Einsatzgebiete vorgestellt.