Informatica Feminale -

Angebote an Informatikfirmen durch ein Frauenprojekt der Universität Bremen

Dr. Karin Vosseberg, Veronika Oechtering

Universität Bremen

GI-Regionalgruppenveranstaltung Bremen/Oldenburg, 14.03.2000

 

Der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der informationstechnischen Industrie ist nach wie vor ungebrochen. Und obwohl die Prognosen für Frauen im Informatikstudium und anschließenden Beruf sehr gut sind, ist die Anzahl der Informatikstudentinnen nach beachtlichen 20% Anfang der 80er Jahre auf nur 7% Mitte der 90er und damit auf ein sehr geringes Niveau gesunken. Dies hängt mit dem in unserer Gesellschaft stark männlich geprägtem Image der Informatik zusammen. Bisherige Maßnahmen zur Frauengleichstellung in der Informatik scheinen wenig zu greifen. Es braucht vielmehr von verschiedenen Seiten deutliche Zeichen, dass Frauen mit ihren fachlichen Kompetenzen willkommen sind.

Ziel des Projekts 'Informatica Feminale - Sommeruniversität für Frauen in der Informatik' ist das Image aufzubrechen und Frauen mit ihren vielseitigen Interessen in der Informatik sichtbar zu machen. Im Rahmen eines zweiwöchigen Sommerstudiums für Frauen bringen wir Studierende und berufstätige Informatikerinnen sowie im Umfeld der Informatik tätige Frauen in ungewohnten Lehr- und Lernsituationen zusammen. Es ist ein Experimentierfeld geschaffen, in dem Frauen gemeinsam eigene Erfahrungen sammeln und neue Konzepte entwickeln. Über diesen fachbezogenen Austausch werden zugleich stabile und dauerhafte Netze geknüpft, die für die berufliche und private Lebensplanung von Fachfrauen eine Basis bilden. Hiemit bietet das Sommerstudium für Informatikfirmen eine Vielzahl von Gelegenheiten, Kontakte zu Informatikstudentinnen und Fachfrauen aufzubauen.